Windows ohne Browser?

windows-ohne-browserVor ein paar Tagen habe ich mir eine ältere Folge des Computermagazin von B5 aktuell angehört. In dieser ging es hauptsächlich um das neue Windows 7. Dieses Betriebssystem wird wegen Bestimmungen der Europäischen Union ohne den Internet Explorer 8 ausgeliefert werden.

Meiner Meinung nach hat die EU damit einen großen Fehler gemacht. Der Internet Explorer sollte weiterhin auf Windows vorinstalliert bleiben.
Wenn man nach dem Konfigurieren von Windows zuerst einen Browser installiern muss werden schon viele Menschen zurückschrecken. So wird den Menschen, für die schon ein Update ein großes Problem darstellt, das Internet ohne weitere Kosten verwehrt. Sie müssten sich zuerst einen Fachmann holen, der ihnen einen Browser installiert.

Außerdem ist es ungerecht, dass nur Microsoft ohne Browser ausgeliefert wird. Bei Apple wird der Safari weiterhin vorinstalliert bleiben und auch Linux hat schon immer einen Browser dabei.

Ich bin daher dafür, dass man weiterhin den Internet Explorer vorinstalliert. So viele Probleme macht er den Webdesignern auch nicht mehr. Ansonsten sollten auch Apple und Linux ohne ihre Browser ausliefern.

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6 Kommentare

René am 15. Juli 2009

Auf der einen Seite hast du Recht, auf der anderen verstehe ich nicht, wo das große Problem ist.

Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie die EU diesem „Problem“ eine so große Priorität gegeben hat. Denn die Leute, die nicht den Internet Explorer nutzen wollen, werden ihn auch nicht nutzen. Egal, ob er jetzt schon drauf ist oder nicht. Denn die, die ihn nicht nutzen wollen, nutzen ihn auch jetzt schon nicht und sind kompetent genug, sich auch unter 7 Firefox o.ä. zu laden und zu installieren.

Deswegen zieht bei mir auch das Argument nicht, Microsoft würde seine Stellung mit dem meist verbreiteten OS ausnutzen um seine eigenen Produkte noch weiter zu verbreiten. Naja, wenn der IE nun mal ein Bestandteil des OS sein soll, ist es einer. Soll MS jetzt auch die Funktion Bilder anzuzeigen aus dem OS nehmen, nur weil das Programme anderer Hersteller auch können?

Trotzdem hast du irgendwo Recht. Wenn, dann komplett. Man muss und soll alle GLEICH behandeln. Gerade wenn man sich als Ziel gesetzt hat, dass alle Computernutzer die freie Wahl haben und selbst entscheiden können. Damit alle Entwickler die GLEICHEN Chancen haben.

Aber naja, wie ich schon gesagt habe. Es gibt sicher sehr viel wichtigeres und dieses Thema ist eigentlich keine Zeilen mehr wert.

Daniel am 15. Juli 2009

@René: Ich stimme dir voll zu. Mein einziger Beweggrund zu diesem Artikel war, dass ich einfach mal meine Meinung zum Thema sagen wollte. Und jetzt passt es auch.

Paul am 16. Juli 2009

Das ist zumindest ein Schritt i die richtige Richtung. Jetzt heißt es abwarten und beobachten wie das Publikum damit umgeht. Hoffentlich werde sich nicht alle erstmal den IE installieren.

FERNmann am 16. Juli 2009

Wobeis bei Apple noch extremer wäre, die bieten ja nicht nur einen Browser und einen Mediaplayer, sondern einen ganzen Satz weiterer Software mit an (iLife&Co). Die müsste man ja mit entfernen, am besten entfernen wir den Finder gleich mit, damit andere Dateimanager auch eine Chance haben. Aqua kommt auch raus, damit andere Unix-Oberflächen auch eine Aussicht auf Erfolg haben usw. Man sieht ja wohin das führt.
Bei Linux muss man dann auch alle Distributionen verbieten, weil diese ja nichts anderes als eine Sammlung von Anwendungen und Bibliotheken sind. Also gibt’s in Zukunft nur noch den nackten Kernel…

werner am 28. Juli 2009

„Meiner Meinung nach hat die EU damit einen großen Fehler gemacht.“

Stimme Deine Meinung zu, aber die Europäische Union interessiert sich für mich und Dich gar nicht, mein Freund. Das sind nur geschäftliche Interesse, nichts anderes!

justanother_one am 22. September 2009

Also bei mein Paketmanager bietet mir Firefox, Konqueror, Epiphany, Dillo, w3m, lynx und noch einen Haufen weitere an. Windows kommt dagegen nur mir dem IE daher.

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