Jetzt ist Schluss mit Skifahren!

Langsam reicht es mir vom Winter. Das meine ich ernst. Ich werde meine Skier erst einmal ganz weit hinten im Keller verräumen. Mit denen will ich so schnell keinen Kontakt mehr haben. Ich kann sie echt nicht mehr sehen. Im Winter habe ich sie mir fast jedes Wochenende angeschaut. Jedes mal habe ich sie wieder in mein Gepäck geladen. Bin ich mit ihnen wieder Richtung Berge gefahren.

Letzten Donnerstag war ich das letzte mal zum Skifahren in den Bergen. Bis dahin hatte ich aber auch schon ca. 25 Tage auf meinen Skiern verbracht. 25 Skitage! Da hätte auch mehr gehen können. Und doch habe ich einiges an diesen Tagen geschafft. Zwei Skikurse habe ich gegeben, einen Skikurs genommen, ein Video gedreht und am Ende auch noch den Instructor bestanden.

Also eigentlich ganz schön viel geschafft. Der Spaß war auch immer mit dabei. Ist ja klar. Aber irgendwann reicht es dann auch mal mir. Zumindest für den Moment.

Wie ich mich kenne werde ich mich aber im Herbst schon wieder freuen. Jeden Tag werde ich die Bergfex App auf dem iPhone checken. Schauen wo Schnee liegt und irgendwann dann auch wieder aufbrechen und mich ins Pisten Getümmel stürzen.

Bis dahin bleibt aber noch der Sommer. Auf den freue ich mich schon. Ihr hoffentlich auch.


 

Daniel, der Skilehrer

Das da oben auf dem Bild links bin ich. Unter dem Gummibärchen in meiner Hand meine Skikurskinder und rechts daneben meine Hospitantin Sabrina. Die hat mir geholfen, wenn jemand aus dem Lift gefallen ist, zu langsam war oder aufs Klo musste. Rechts ist dann noch jemand, der nicht zu meinem Kurs gehörte.

Also diese Gummibärchensache ist schon sehr witzig. Die Kinder erinnern mich ja immer, wenn ich nicht alle Stunde die Gummibärchen Tüte aus diesem roten Rucksack ziehe und eine Runde verteile. Und am Ende des Tages mache ich das halt so wie man es oben sehen kann. Ich halte ein Gummibärchen hoch und welches Kind am höchsten springt bekommt eins. Ist immer wieder eine Sensation und man fühlt sich wie im Tierpark bei der Raubtierfütterung.

Drei Samstage hatte ich jetzt die Kinder hinter mir hängen, als ich die Piste hinunter geschwungen oder eher hinunter geschlichen bin.

Eigentlich sollte das ja ein Anfängekurs sein, aber gleich nach ein paar Minuten stellten Sabrina und ich fest, dass bis auf eine alle anderen schon ganz akzeptabel den Berg hinunter gekommen sind.
Also gar nicht so schlimm. Wir haben den Kurs geteilt. Die Sabrina hat die eine Anfängerin genommen und ich bin mit den restlichen gefahren. Und es hat funktioniert. Die Gruppe ist am Anfang Pflug und am Ende parallel gefahren. Sie sind am Anfang bei fast jeder Kurve hingefallen und am Ende bei fast keiner. Sie hatten am Anfang Angst vor steilen Pisten und am Ende waren die auch zu fahren. Zumindest im Pflug.

Nur das mit dem Springen war eher die „Hilfe ich Fliege“ mit voller Rücklage aufkommen und danach hinfallen Variante. Aber gut. Mir hat es Spaß gemacht und ich bin froh, dass ich ihnen was neues beibringen konnte.

Und falls jetzt jemand fragt, ob ich ihn auch mal Unterrichten kann, erst mal bei unserer Skischule auf die Website schauen oder gleich Facebook Fan werden.


 

(c) Daniel Leicher 2008-2018