Zehn Lektionen für die Insel

England LektionenAlle meine Twitterfollower werden es schon mitbekommen haben. Ich war letzte Woche über den Englandaustausch unserer Schule in London. Im Dezember waren schon die Engländer bei uns, diesmal dürften wir sie besuchen. Auf diesem Besuch haben wir einige Lektionen gelernt.

Lektion 1: Nicht auf rote Knöpfe in grünen Kästen drücken
Zwei Asiaten wollten am Münchner Flughafen aus dem Terminal 2 hinaus. Leider haben sie die Hinweise über, neben und auf der ausgewählten Tür übersehen und gleich mal auf den roten Knopf neben der Tür gedrückt. Ergebnis war eine viertelstündige Alarmsirene, ein Blinklicht und eine geöffnete Feuerschutztür.

Lektion 2: Metallische Sachen bitte ablegen
Wir haben auch einen „Punk“ in unserer Gruppe dabei gehabt. In der Münchner Sicherheitsschleuse wurde etwas metallisches entdeckt. Grund war der Nietengürtel, den er noch getragen hat. Erkenntnis: Nietengürtel sind auch aus Metall.

Lektion 3: Heathrow ist riesig
Nach unserer Landung kam die große Überraschung. Kaum sind wir an die Gepäckbänder gekommen, waren auch unsere Koffer schon da. Kein Wunder, nachdem wir schon ungefähr eine halbe Stunde mit laufen und Passkontrolle beschäftigt waren.

Lektion 4: In London ist alles anders
Die reden zum Beispiel eine komplett andere Sprache. Das schärfste ist jedoch, die fahren auf der falschen Seite. Und für die ganzen komischen Leute, die rechts fahren, schreiben sie an jeden Straßenrand „Look left“, „Look right“ oder „Look both sides“.

Lektion 5: Please mind the gap
London hat ein perfektes U-Bahn und Bus Netz. Den Sprechern ist es jedoch etwas langweilig und deshalb kommt immer diese typische Ansage: „Next station is „Hammersmith“. Please mind the gap between the train and the platform. … This is a Piccadilly line service to „Cockfosters“. Nach zwei Stationen konnten wir alle den Text nachsprechen.

Lektion 6: „Camden Town station“ kann schließen
Am Sonntag waren wir in Camden Town. Nach einem intensiven Bummeln durch alle skurrilen und normalen Läden und Restaurants wollten wir wieder zurück fahren. Leider war die Station geschlossen. Begründet wird das ganze mit dem Unfallrisiko durch die vielen Menschen.

Lektion 7: Anstehen ist gar nicht schlimm
Am Dienstag wollten ein Freund und ich noch auf das größte Riesenrad der Welt: Das London Eye. Die Schlange hat ausgesehen, als ob sie einige Stunden lang dauert. Am Ende waren wir aber nach einer halben Stunde in der Kabine und hatten den besten Ausblick über London.

Lektion 8: Romeo and Juliet kann interessant sein
Am Dienstagabend hatten wir noch Stehplätze für Romeo und Julia im Globe Theatre. Eigentlich dachte ich, es wird langweilig. Am Ende war es aber ganz witzig und man hatte einiges zum lachen und staunen.

Lektion 9: Englische Privatschulen können riesig groß sein
Am Mittwoch sind wir mit unseren Austauschpartnern mit in die Schule gegangen. Dort gab es erst ein paar normale Schulstunden. Nach der mittelmäßigen Pause ging es dann jedoch zum fechten. Wir haben nicht schlecht geschaut, jede Sportart hat eine eigene Halle.

Lektion 10: Neun Tage sind viel zu kurz
Wir waren uns alle einig. Dieser Ausflug war viel zu kurz. Man hätte ruhig noch eine Woche länger bleiben können.

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4 Kommentare

KRiZZi am 29. Juni 2009

London iss sicher ne geile Sache – muss ich unbedingt auch mal hin. Aber in mancherlei Hinsicht hat die Regierung da ne Schraube locker. Überwachungstechnisch sind die da z.B. alle so’n bisschen ‚Schäuble‘.

Gesehen haben sollte man das definitiv mal, keine Frage. Bleibt also weiterhin auf meiner ewigen to-do-list^^

Daniel am 29. Juni 2009

@KRiZZi: London ist einfach super. War jetzt schon zwei mal dort. Immer einen Urlaub wert. Zum Thema Überwachung empfehle ich dir den vorherigen Artikel http://blog.danielleicher.de/2009/06/25/one-nation-under-cctv/

dl_blog » Facebook ist cool! am 21. Juli 2009

[…] Ich kannte Facebook damals noch nicht und so löschte ich die Einladung wieder. Erst durch unseren Englandaustausch wurde Facebook wieder aktuell. Unser Englischlehrer meinte, dass wir uns bei Facebook registrieren […]

dl_blog » 4 Tage Spaß, Action und Kultur in Prag am 31. Juli 2010

[…] die Klasse war super und so hat mir diese Fahrt genauso viel, wenn nicht sogar mehr Spaß als der London Austausch letztes Jahr […]

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