st_ry – Ich bin dann mal crowdfunden
Neu für eure Buzzword Liste: Open Journalism – Journalismus, bei dem der Reporter nicht mehr alleine in seinem Kämmerchen sitzt und an dem neuen Artikel, Film oder Radiobeitrag feilt, sondern Journalismus bei dem wir alle mitmachen dürfen. Mit Fragen und Anregungen.
Wieso erzähle ich euch das? Weil ich euch einen ganz bestimmten Journalisten aus meiner Timeline vorstellen möchte: Daniel Bröckerhoff ist Fernsehreporter für verschiedene Formate wie das Medienmagazin Zapp oder das Jugendmagazin Klub Konkret. Vor allem Klub Konkret finde ich persönlich großartig.
Kommen wir aber zurück zu Daniel. Er schottet sich nicht ab, sondern teilt seine Arbeitsfortschritte. Er frägt auch gerne mal seine Follower und Freunde, wenn er eine Frage hat oder irgendwo nicht weiter kommt. Das macht seine Arbeit sehr transparent und ich persönlich freue mich dann meistens noch mehr auf das fertige Produkt, wenn ich die einzelnen Arbeitsschritte mitbekommen habe.
Jetzt versucht es Daniel aber mit einem Projekt abseits der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zusammen mit vydy.tv (die Produzenten von Klub Konkret). Das ganze heißt st_ry und ist eine Crowdfunding Reportage, die über ein halbes Jahr laufen soll. In diesem halben Jahr will Daniel das Thema “Ich will meine Daten zurück” (per User Voting entstanden) ausführlich behandeln. Für Supporter gibt es jeden Monat eine Reportage, dazwischen diverse Blogartikel, Tweets und Facebook Updates. Also richtiger Open Journalism bei dem wir alle mitgestalten können.
Und auch ich schmeiße den Machern jetzt mal ein bisschen Geld hin und werde dieses Projekt unterstützten. Und zwar weil ich das Team aus Daniel und vydy.tv für extrem talentiert halte und mir der Stil des Trailers schon wieder verdammt gut gefällt.
Und wenn ihr jetzt auch ein bisschen Geld los werden wollt, auf startnext geht’s weiter.
Wie mein re:publica Würfel mit nach München flog

Manchmal hat man ja so dumme Ideen, die man dann doch irgendwie in die Tat umsetzt. Gestern auf der re:publica war es wieder so weit. Alle Stände, Bühnendekorationen, Trennwände und Sitzgelegenheiten waren dort aus 8700 großen Pappwürfeln gebaut. Einfach Wahnsinn. (Ein kleines Video davon)
Aus einer dummen Idee heraus habe ich mir dann so einen Würfel geschnappt und wollte diesen mit nach München nehmen. Per Flugzeug. Also erst einmal über die re:publica tragen, durch die U-Bahn schleifen und im Bus zum Flughafen transportieren. Mit der Zeit habe ich erst gemerkt, wie unhandlich dieser Würfel doch war.
Die Lufthansa Angestellte am Check-In Schalter musste dann schon ein bisschen grinsen, als ich meinen Würfel aufgeben wollte. Ging leider auch nicht so leicht. Also weiter zum Sperrgepäck. Der Angestellte dort fragte noch was drinnen war, worauf ich nur mit “Ähhh, Luft. Der ist von so einer Konferenz. Die hatten 8700 von denen dort” antworten konnte und schon war der Würfel geröntgt und auf den Förderbändern verschwunden.
Ein bisschen Angst hatte ich an diesem Moment schon. Der Würfel ist nichts anderes als Pappe und wiegt tatsächlich nichts.
In München beim Sperrgepäck dann noch der kurze Schock, als nur ein Papphaufen auf dem Band lag. Zum Glück war dort noch ein Fahrrad drin versteckt. Mein Würfel lag dann auf dem Gepäckband genau gegenüber. Vollständig und komplett unversehrt.
Danke #rp13 für die drei Tage und den Würfel und Kompliment an die Lufthansa, dass sie diesen Spaß mitmacht!
(Die Instagram Fotos von oben findet ihr übrigens hier, hier und hier)
The Story of Snowboarding
Gestern Abend habe ich mir den wunderbaren Film “The Story of Snowboarding” auf Vimeo angeschaut. Ein Film über die Geschichte des Snowboardens von den ersten Zügen der Snurfer und Skiboards bis zum heutigen hoch entwickelten Breitensport.
Mich hat der Film wirklich gepackt. In 90 Minuten erzählen viele der bekanntesten Pioniere des Snowboardens die Geschichte dieses Sports. Begleitet werden die Erzählungen mit Bildern und Videos aus der jeweiligen Zeit. Es beginnt bei den Ideen von Burton, Sims und anderen Pionieren, die als welche der ersten ihre Skateboards und Surfbretter auf den Schnee legten und anfingen mit ihnen kleine Hügel hinunter zu fahren. Damals waren die Snowboarder noch verpönt bei den Liftbetreibern der Skigebiete und oft war das Fahren auf den neuen Sportgeräten dort verboten. Wie wir jetzt wissen ist das alles Geschichte und mit der Zeit hat sich der Sport entwickelt, wurde populär und auch bei Skifahrern akzeptiert. Seit 1998 ist er sogar olympisch.
Auch wenn ich selber noch nie auf einem Snowboard stand hat mich der Film für 90 Minuten in seinen Bann gezogen und gezeigt, was für eine tolle Entwicklung dieser Sport durchlaufen hat. Da macht es mich doch etwas betrübt, wenn ich auf der Piste und in Gesprächen immer öfter höre, dass Snowboarder wieder anfangen auf Skier umzusteigen und dem Board den Rücken zukehren.
Hört nicht auf. Fahrt Snowboard.
Australien Roadtrip im Video
Seit meinem letzten Blogartikel ist schon wieder einige Zeit vergangen. In der Zwischenzeit bin ich vier Wochen durch Australien gereist und auch schon wieder seit ein paar Wochen daheim. Wer auf Facebook oder Twitter meine Sachen mitliest weiß das aber ja schon lange.
Jedenfalls habe ich jetzt von meinem Roadtrip an der australischen Ostküste ein Video zusammengeschnitten. Es geht einmal von Cairns nach Sydney. Natürlich durften die großen Attraktionen Great Barrier Reef, Whitsundays und Fraser Island nicht fehlen. Aber auch ein bisschen Hinterland ist mit dabei.
Also viel Spaß und mehr könnt ihr dann im Luftpost Podcast hören, sobald die Folge mit mir dort veröffentlicht ist.
12/12/12
21. Geburtstag!
Versteht ihr? Nur Einsen und Zweien. Klasse, oder? Sollte man schon mal erwähnen.
Dazu passend fanden auch noch heute zwei Final Exams an einem Tag statt, die meine letzten hier am International College of Management Sydney waren.
Und wenn ich es mir genau überlege habe ich dank Zeitverschiebung 34 Stunden Geburtstag.
Dann mal Prost!
Aus, vorbei! Das war’s!
Ging doch ganz schön schnell. Ich weiß noch, wie wir vor drei Monaten mit dem Studium hier an der ICMS angefangen haben. Jetzt ist es auch schon wieder vorbei. Gestern hatte ich meine letzten Vorlesungen an diesem College. Nächste Woche noch drei Prüfungen und ich werde das Schloss auf dem Hügel wohl nie wieder sehen.
Klingt jetzt hart, aber ich werde die Studienzeit hier schon sehr vermissen. Die einschlafenden Marketingvorlesungen Montags um 8 Uhr in der Früh. Die russische Dozentin in Cross-Culture, bei der man in ihrem russischen Akzent nur manchmal ein englisches Wort verstehen konnte. Die überdrehte Economics Dozentin, die immer versuchte alle einzubinden, aufzurufen, um dann doch wieder erschöpft auf ihren Stuhl zu sinken. Den immer gut gelaunte Marketing Tutor. Den schnell sprechenden Franzosen. Die alles mit “excellent, excellent, brilliant” bewertende Australierin und den mit seiner Aufgabe manchmal etwas überforderten Cross-Culture Tutor. Sie werde ich sicher vermissen.
Aber auch die versteiften Business Attire Vorschriften, die am Ende nur von zwei Personen wirklich kontrolliert wurde. Den Ausblick. Das Schloss selbst. Die immer zu stark klimatisierten Klassenräume. Das tägliche schimpfen auf das Chicken in der Mensa. Den Privatbus mit den Busfahrern, die einen manchmal 50 Minuten warten ließen, um einen dann mit “Ouh. I’ve forgotten you. Haha” zu begrüßen.
Es war schon eine schöne Zeit hier und ich werde mich sicher oft daran zurück erinnern, wenn ich zurück in Deutschland mich frierend am Heizkörper wärme.
Was? Schon Weihnachten?
Irgendwas ist anders in diesem Jahr. Es ist Dezember, ich habe eine kurze Hose an und friere nicht.
Seit 20 Jahren ist der Dezember für mich kalt. Es ist der Monat, an dem man richtig mit dem Ski fahren anfangen kann, überall Christkindlmärkte veranstaltet werden, jeden Tag ein Türchen am Adventskalender öffnen kann, ich meinen Geburtstag feiere und es regelmäßig schneit und kalt ist. Und natürlich darf man Weihnachten und Silvester nicht vergessen.
Dieses Jahr ist das ein bisschen anders. Alles was ich mit dem Dezember verbinde, finde ich hier nicht in der gewohnten Art. Ein paar Anzeichen für Weihnachten sind nur der Christbaum auf dem Corso von Manly oder die Schokonikoläuse im ALDI.
Meinen Körper bringt das komplett durcheinander. Die Skischulwebsite wurde nur im letzten Moment komplett fertig. Hatte das Gefühl, dass wir noch lange Zeit haben. An den Geburtstag meiner Mutter habe ich mich auch nur durch Glück noch rechtzeitig erinnert. Und das mit Weihnachten wird dieses Jahr wohl auch komplett anders. Es ist halt noch Sommer und nicht Winter.
Mein Körper meint das auch. Scheinbar verknüpft er den Dezember direkt mit kalt, nass und Schnee.
Videorundgang über unseren Campus
Heute habe ich meinem Kommilitonen Yannic meine Videokamera in die Hand gedrückt und wir sind ein bisschen über unseren Campus gelaufen. Wie der aus der Luft aussieht wisst ihr ja bereits. Dieses Mal führe ich euch durch unsere Räume und Gänge und erkläre auch noch ein bisschen was man sehen kann.
Ein Hochglanzvideo ist es nicht geworden, aber ich denke dass ihr einen guten Eindruck von unserem Campus gewinnen könnt.
Und ich laufe in einem Anzug rum. Alleine deswegen muss sich das anschauen ja schon lohnen!
Vom Leben auf der falschen Seite
Quuuuiiiiiietsch. Eine Vollbremsung. Ich springe zurück auf den Gehweg. “Das ist Australien hier! Die fahren alle auf der falschen Seite!” schreie ich mir selbst zu. Hier gilt nicht mehr dieses links, rechts, links aus der Schule. Du bist jetzt in Down Under. Da ticken die Uhren anders. Hier fährt man links. Die Australier wissen ja sogar selbst, dass sie auf der falschen Seite sind. Wieso sollten sie auch sonst an jede Straße ein LOOK RIGHT auf den Teer pinseln?
Ein Tschiung reißt mich aus meinen Gedanken. Ich laufe los über die grüne Ampel. Immer Look right murmelnd. Ja, Deutschland. Hier machen die Ampeln Geräusche. Nach dem drücken ein langsames tuck, tuck, tuck. Dann ein Tschuing beim schalten auf grün und dann ein ganz schnelles dig, dig, dig, dig, dig. Also beeilen. Gleich wird die Ampel wieder rot.
Nach knapp drei Monaten brauche ich jetzt aber kein Look right mehr vor mich hin murmeln. Ich gehe links, fahre links mit dem Fahrrad und schaue immer nach rechts beim überqueren der Straße.
Angst habe ich nur noch vor Januar. Dann geht es zurück nach Deutschland. Und ihr fahrt alle auf der falschen Seite!
Unter Palmen Kajak fahren
Toll, werdet ihr euch jetzt denken. Grüne Bäume, Sand und Steine. Aber genau das sind die Bilder unserer geführten Tour am Samstag. Genauso wie beim Bondi Beach sind wir wieder mit dem Flamin’ Galah Bus unterwegs gewesen. Dieses mal aber nicht Richtung Süden, sondern mal in den Norden an den Sydney Northern Beaches entlang.
Der nördlichste davon ist der Palm Beach, der ungefähr 45 Minuten mit dem Auto von uns entfernt ist. Er ist eigentlich eine Landzunge mit dem Meer auf der einen und einer Art Lagune auf der anderen Seite. Am Ende dieser Landzunge gibt es dann noch einen kleinen Berg mit einem Leuchtturm.
Auf dieser besagten Landzunge haben wir einige Zwischenstopps gemacht und sind ein bisschen herumgelaufen. Natürlich alles nur für die Fotos!
Danach ging es mit einigen ganz schönen Aussichten wieder ein Stück zurück bis zum Narrabeen Lake. Dort haben wir uns nach dem Sightseeing auch ein bisschen sportlich betätigt. Eine Stunde Kajak fahren hieß es dort. Also sind wir um die Inseln und unter den Brücken des Sees hin und her gefahren. Bilder gibt’s aus bestimmten Gründen welche mit Wasser zu tun haben keine, aber eine Blase am Finger habe ich noch als Andenken mitnehmen können. Dann noch ein Aussie Barbecue und es ging wieder zurück nach Manly.
Dachten wir jedenfalls, aber unser Tourguide hat in Manly dann doch noch einmal einen Abstecher gemacht und ist zu einem der schönsten Aussichtspunkte gefahren. Den genialen Blick von dort auf die Bucht von Sydney könnt ihr im letzten Bild sehen. Wenn ich mal wieder einen ganzen Tag Zeit habe, werde ich dort sicher noch einmal vorbeischauen.
Freut euch schon mal auf meine Bilder von dort.









