LaBrassBanda – Auf einmal sind sie so groß

Am Freitag war ich auf einem Konzert. Ich weiß gar nicht wie lange es her ist, dass ich das letzte mal zu einem Konzert für eine Band gegangen bin. Jedenfalls hat mir mein Patenonkel zum Geburtstag eine Karte für LaBrassBanda im Kloster Benediktbeuern geschenkt.

Kurz nach dem Ankommen war ich schon überrascht. So viele Menschen waren für LaBrassbanda gekommen. LaBrassBanda meinte zum Ende des Konzerts, dass über 7000 Leute im Klosterhof standen. 7000. Wahnsinn dachte ich mir. Vor drei Jahren habe ich die Jungs das erste mal im Radio bei on3 gehört und sie waren beim Frühshoppen auf dem Kulturspektakel Gauting. Damals meinte ich zu meiner Familie: „Die sind gut, da müsst ihr unbedingt kommen.“ Jaja, damals waren sie noch eine kleine Band, die auf einer kleinen Bühne spielte. Und heute hilfst du ihnen nicht mehr beim verkabeln von ihren Mikros, sondern findest dich unter 7000 Menschen in einem Wahnsinns Ambiente wieder.

Kommen wir zum Konzert. Den Auftakt haben erst einmal First Class Ticket gemacht. Eine richtig vernünftige Punk-Rock Band aus Oberbayern. Nach so ca. einen Stunde kam dann auch der Hauptact, wegen dem wir ja alle gekommen sind. Und LaBrassBanda begann gleich mit voller Wucht. Nach den ersten Tönen war schon eine Bombenstimmung im Klosterhof und Stefan Dettl, der Frontmann, musste gar nicht viel machen um die Leute zu bewegen. Alle klatschten mit, sangen und tanzten. Irgendwann stiegen die Jungs dann auch von ihrer Bühne herunter und ließen sich während dem musizieren auf den Händen der Fans durch die Menge heben.

Natürlich war das alle grandios, aber leider auch ein bisschen kurz. Sie haben nicht einmal 1 1/2 h gespielt und die meisten Lieder waren schneller als auf der Platte wodurch auch ein bisschen der Charme verloren ging.

Im Gesamtpaket war das Konzert aber einfach genial. Auch nachdem LaBrassBanda von der Bühne gegangen sind war noch nicht Schluss und viele tanzten weiter zu der eingespielten Musik.

Also ich bin schon am überlegen eine Karte für ihr Konzert in der Olympiahalle zu kaufen.


 

Was will ich im Job? Mein Vortrag bei Permanent online!?

Ich hielt am Mittwoch einen Vortrag in der Evangelischen Akademie in Tutzing. Vielleicht kennt die der ein oder andere schon. Ich bin da jedenfalls in eine Tagung hineingestolpert, die sich „Permanent online!? – Betriebliche Herausforderungen der Erreichbarkeitsökonomie“ nannte.
Da ich selbst noch nicht arbeite sollte ich also den ca. 50 Tagungsgästen erzählen was ich mir als Digitaler Eingeborener bzw. Digital Native so alles wünsche wenn ich in die Arbeitwelt eintauchen werde.

Also habe ich mich mal hingesetzt und überlegt, was ich eigentlich alles will und habe dies in ein paar Thesen zusammen gefasst, die natürlich alle schön provokant sind. Sonst wird das ja nie was mit einer richtigen Diskussion.

Meine Thesen sind also:

  1. Ich will bei der Bewerbung auf keine Partybilder angesprochen werden!
    Weil wir Digital Natives große Teile unseres Lebens im Internet teilen.
  2. Ich will keine gesperrten Seiten!
    Weil ich auch mal zwischen zwei Aufträgen kurz auf Facebook & Co. vorbeischauen will.
  3. Ich will wissen was ich schreiben darf!
    Weil Social Media Guidelines gleich von Anfang an Missverständnisse verhindern.
  4. Ich will privates und berufliches Netzwerk trennen!
    Weil meine Kollegen und Vorgesetzten nicht gleich alles von mir wissen müssen.
  5. Ich will getrennte Handys!
    Weil ich damit sagen kann wie lange ich erreichbar bin.
  6. Ich will kein verschwimmen von Arbeit und Freizeit!
    Weil ich so eine klare Grenze zwischen Job und Freizeit ziehen kann.
  7. Ich will meine Arbeit selbst einteilen können, aber trotzdem meine Freizeit haben!
    Weil….äh….genau.

Zack, zack, zack. Schlag auf Schlag habe ich sie in den Raum geworfen und habe dem Publikum gar nicht viel Zeit zum Nachdenken gelassen. Dafür dürften sie nach meinem Vortrag viele Fragen stellen. Und diese waren zum Teil für mich etwas konfus. Was soll ich bitte antworten wenn mich jemand frägt, warum wir Jugendlichen so viel von unserem Privatleben im Internet teilen oder wie lange ich durchschnittlich im Internet surfe? Wir teilen, weil es bei uns alle machen und ich gehe doch nicht mehr ins Internet. Ich bin immer online.

Es kamen aber auch viele ganz interessante Fragen und ich denke, dass ich den Fragenden doch immer eine Antwort geben konnte. Und jetzt wissen die Teilnehmer auch endlich, wie so ein „Digital Native“, von denen die IT Abteilung immer spricht, aussieht.

Mein Vortrag war in einer Reihe neben drei anderen. In diesen erzählte uns Robert Fischer von der Allianz als Betriebsrat ein paar Dinge aus dem rechtlichen Seite, Darius Nielsen berichtete aus seinem Berufsalltag in der Baubranche und als letzter Vortragende war Richard Gutjahr geladen. Er verpasste dem Publikum noch einmal eine Dosis Internet und sprach über den neuen personengetriebenen Journalismus, den er betreibt.
Danach gab es noch eine kleine Diskussion mit allen Rednern und dem Publikum.

Das war der Tag also. Insgesamt fand‘ ich das Thema interessant und ich hoffe, dass ich den Tagungsteilnehmern einiges neues erzählen konnte. Auch wenn ich mich manchmal wie ein Prediger gefühlt habe.

Danke auch noch an Timo Heuer, der mich kurzfristig den Organisatoren empfohlen hat.


 

Hilfe! Unsere Zivis sind weg!

Die kaum vorhandenen Bewerbungen für den Bundesfreiwilligendienst (BFD), der den Zivildienst ersetzen sollte, werfen die Frage auf, ob die Wehrpflicht zu überhastet abgeschafft wurde.

Diesen Satz und die Klagen der Wohlfahrtsverbände bekommt man gerade überall mit. In der Zeitung, im Fernsehen, im Radio und auch einen Artikel beim BR habe ich darüber gelesen. Überall schlagen die Wohlfahrtsverbände Alarm, dass sich fast keine Freiwilligen verpflichtet haben. Und das daran allein die Politik schuld sei.

Das denke ich nicht. Die Politik hat das alles abgeschafft. Ich persönlich bin froh. Muss ich doch keinen Zivilidienst mehr machen und kann ab Oktober schon studieren.
Jetzt wurde der Freiwilligen Dienst eingeführt und hier kommen einfach keine Jugendliche mehr. Was für ein Wunder. Dabei haben die Wohlfahrtsverbände doch genauso viel gemacht dass wir kommen wie damals für die Zivis. Also nichts. Die Zivis kamen von alleine. Der einzige Anreiz war die Pflicht. Und jetzt ist die Pflicht weg. Also ist auch der Anreiz nicht mehr da alten Menschen freiwillig zu helfen während die Gesellschaft einem in den Nacken brüllt „Nach der Schule musst du gleich studieren und dann arbeiten bis du alt bist“.

Warum sollte wir in dieser Zeit eine kleine Pause einlegen. Einen Dienst für die Gesellschaft verrichten und dafür fast nicht bekommen?

Ja klar. Erfahrung und eine Bezahlung gibt es schon. 330€ pro Monat. Haha. Guter Witz. Spaß beiseite. Da mache ich doch lieber ein Praktikum, was mir mehr bringt und auch besser bezahlt wird. Oder gleich eine Ausbildung von der ich später wirklich was habe. Ganz ehrlich. So kann das doch nichts werden.

Die Wohlfahrtsverbände müssen das Verstehen! Einen Anreiz müssen sie uns Jungen bieten. Sie müssen rausschreien „Hallo, hier sind wir. Wir geben dir hier die Möglichkeit dich bei uns zu entwickeln. Neues zu lernen. Und eine angemessene Bezahlung bekommst duch auch noch“.
Nur wenn sich die einzelnen Verbände bei uns vorstellen und auch in einen Wettbewerb treten kann das funktionieren. Ich will direkt vom Roten Kreuz, der Diakonie etc. angesprochen werden und sie sollen mir direkt sagen, dass sie mich wollen und was sie mir alles bieten. Nicht der Staat. Der braucht micht nicht. Die Wohlfahrtsverbände brauchen mich. Und ich werde sicher nicht an einem Altenheim vorbei gehen und mir denken „Ein Altenheim. Da schaue ich doch mal rein und arbeite bei denen für nichts.“

Ich will Werbung von den Stellen sehen! Ich will von ihnen direkt angesprochen werden! Ich will einen Anreiz für diese Zeit!

Und jetzt will ich eure Meinung hören.


 

Ich traf Podcaster. Auf der niche11

Lange haben wir uns in der Stammstrecke auf sie gefreut. Am diesem Samstag fand sie nun endlich statt. Die Rede ist von der niche11. DER Konferenz für Podcaster in Deutschland. Organisiert wurde sie von Alex Wunschel, Annik Rubens und Thomas Hillebrand. Alle drei selber Podcaster.

Kommen wir zur Konferenz. Oder doch lieber erst zu den Partys? Auf denen war natürlich das Beste, dass man mit so einem Namensschild wie ihr oben sehen könnt kostenlos Getränke bekommen hat. Sogar wenn der Podcast falsch geschrieben wurde. Ja, wir heißen immer noch Stammstrecke und nicht Stammtrecke. Die Partys fanden jedenfalls in der Münchner Niederlassung statt.

Nach der Warm Up Party folgt naturgemäß auch irgendwann die Konferenz selbst. Stattgefunden hat die niche11 in dem Medienkloster, offiziell auch ifp genannt, direkt in München. Auch wenn man es eigentlich nicht in einem Kloster erwartet. Die technische Infrastruktur war Klasse und auch sonst hat die Location einfach gestimmt.

Die Sessions sind natürlich das wichtigste und ich habe mir aus dem Sessionplan einige ausgesucht und sogar besucht.
Die erste war leider ein bisschen am Thema vorbei. Eigentlich sollte es um das Konzept, die Vorbereitung und die Planung von Video Podcasts gehen. Während der Session wurde aber leider hauptsächlich über Videokameras und Greenscreens referiert. Aber die zwei 15jährigen werden sicher noch einiges lernen.
Die darauf folgende Session war genau das was sie versprach und als man sie sich so anhörte verging einem schon die Lust am podcasten. Die Rede ist von der Podcast & Recht Session. Zum Schluss hat uns der vortragende Rechtsanwalt aber doch noch ein bisschen Mut zugesprochen, dass wir unbedingt weiter podcasten sollen.
Ab zum letzten Workshop vor der Pause. Ich habe mir darin mal angehört wie man einen gescheiten Workflow für seinen Podcast gestaltet und wie viel Zeit man in so eine Folge investieren kann. Am Ende bin ich doch ganz froh, dass das bei uns in der Stammstrecke sich (noch) in Grenzen hält.

Zur Pause gab‘ es Essen von den Mönchen und Eis vom Podpimp. Und natürlich hat man sich so unterhalten und sich ein bisschen ausgetauscht.

Nach der Pause ging es mit einem Vortrag von Phipz über Mein iPhone und Ich und dessen Anfänge weiter. Die erste Session der niche11 auf der gebeten wurde jegliche Livestreams und Aufzeichnungen abzuschalten. Also alles Top Secret. Erzähle deswegen auch nichts draus.
Gleich im Anschluss ging es weiter mit Tim Pritlove der über das Geld verdienen mit Podcasts sprechen wollte, aber die Stunde eigentlich komplett mit einer Beschreibung seiner Technik füllte und am Ende, als die Zeit vorbei war nur noch meinte: „Ich hätte noch ein bisschen was zu Flattr.“
Als letztes habe ich mir die Session von Philipp Wimmer angeschaut, der uns mit verschiedenen Übungen im stehen Werkzeuge fürs Wortgefecht mitgegeben hat.

Nach der Konferenz gingen wir zum Abendessen (mit einer Podcastfolge) und gleich weiter in die Niederlassung in der wir noch bis tief in die Nacht gefeiert haben und natürlich viele interessante und lustige Gespräche zu Stande gekommen sind.

Ich danke hiermit auch den Organisatoren, den Mitpodcastern und Gesprächspartnern für den netten Tag/Abend und freue mich schon auf nächstes Jahr!

(Übrigens: Ihr könnt mich demnächst in Was mit Medien zur niche hören)


 

Aus ist’s! Ein Nachruf auf die Schule

Jetzt ist er vorbei. Der letzte richtige Schultag meines Lebens. Und irgendwie war er doch sehr unspektakulär. Aber wieso sollte der letzte Schultag spektakulär sein? Ich erwarte das ja nach knapp 13 Jahren schon! Aber vielleicht kommt die Spektakularität ja noch.

Und ja so ist es. 13 Jahre dürfte ich mich Schüler nennen. Das war oft von Vorteil. Zum Beispiel an der Kinokasse, oder beim Dönerkauf. Aber jetzt muss ich wieder umdenken. Erstmal bin ich gar nichts, und dann hoffentlich bald Student. Dann kann man sich ja auch wieder die Studentenrabatte holen.

Fast genauso muss es mir gegangen sein, als ich eingeschult wurde. Also vom Gefühl her. Auf einmal kein Kindergartenkind mehr, sondern Schüler. Damals freute ich mich auf die Grundschule. Die Freude war aber schnell wieder weg. Dann habe ich mich aufs Gymnasium gefreut. Spätestens mit der ersten Ex war die aber auch hier wieder weg. Dann kam meine Entscheidung auf die FOS zu gehen. Und auch hier diese Freude auf das Neue. Diesmal blieb sie aber. Vielleicht waren die zwei Jahre zu kurz, damit es langweilig wurde. Wobei in dieser Klasse einem sowieso nie langweilig werden konnte.

Wir hatten zwei Jahre um uns kennen zu lernen. Das ist gar nicht so lang. Und doch hat es perfekt funktioniert. Am Ende sind wir eine richtige Klassengemeinschaft geworden. Glaube ich. Eine, die die Lehrer jedenfalls hin und wieder zum verzweifeln gebracht hat. Nicht nur durch die Lautstärke der letzten Reihe. Unsere Klasse hat sich auch gleich durch die hohen Fehltage einiger Schüler bei allen Lehrern bekannt gemacht. Ganz nach dem Motto  „Was, wir haben morgen nur <beliebiges Fach hier einsetzten>? Dann bleibe ich doch gleich zu Hause!“ sind wir an manchen Tagen doch nur zu zehnt im Unterricht gesessen.

Aber auch wenn nie alle da waren. Der Spaß hat nie gefehlt. Egal ob 10 oder 22. Gelacht wurde immer. Entweder über einen Witz, über Erzählungen von schief gelaufenen Erlebnisse oder über irgendwelche Späße mit Getränkeflaschen die durch die komplette Sitzreihe wanderten oder Pausenbrote die auf einmal in der Jalousie hoch an die Decke fuhren. Der Spaß ist bei uns nie ausgegangen.

Irgendwie schade, dass das jetzt schon wieder vorbei ist. Aber ein paar mal sehen wir uns ja noch. Abifeier, Notenbekanntgabe und natürlich auch nächste Woche. Die Woche der Entscheidung. Fünf Tage, vier Prüfungen. Montag Deutsch, Dienstag Englisch, Mittwoch Mathe und Freitag BWR (Betriebswirtschaftliches Rechnen). Das wird nochmal heftig.

Aber dann haben wir alle ja endlich unser Fachabitur.


 

Re: Digitaler Lesezirkel „Entschuldigen Sie meine Störung“

Vor ein paar Tagen habe ich in meinem Feedreader einen neuen Artikel von Marcel gelesen. In diesem rief er wieder einen Digitalen Lesezirkel aus und empfahl das Buch „Entschuldigen Sie meine Störung“ von Jan-Uwe Fitz. Ich hatte das Buch in letzter Zeit schon öfter in irgendwelchen Tweets, Blogartikeln und Facebookeinträgen entdeckt. Kann natürlich daran liegen, dass Jan-Uwe Fitz auf Twitter auch als Vergraemer sehr bekannt und beliebt ist. Ich habe mir vor dem Kauf noch ein Video angeschaut in dem der Vergraemer aus seinem Buch liest und genau dieses Video hat mich am Ende auch überzeugt.
Ich bin auf Amazon gegangen und schon zwei Tage später hatte ich das Buch in den Händen und begann gleich zu lesen.

In nur drei Stunden hatte ich den ersten Teil des Buches durch. Also zur Erklärung, das Buch hat drei Teile.
Im ersten gibt es eigentlich nur wirr zusammengewürfelte kürzere Geschichten, die im Prinzip keinen Zusammenhang erkennen lassen, aber doch schon mal die Beklopptheit des Ich-Erzählers und seine Menschenangst erklären. Jedes Kapitel ist eine kleine Geschichten, die Jan-Uwe Fitz der Erzähler erlebt hat. Diese reichen von einer Wanderbaustelle, die ihn bis auf seinen Balkon begleitet, bis hin zum Besuch der Eltern und seiner etwas anderen Kindheit. Wie gesagt. Das gesamte Buch ist eine Aneinanderreihung von wirren Geschichten eines etwas irren Erzählers, der in fast jedem Kapitel sehr irritierende Gespräche führt und sich Hirngespinste ausmalt.

Im zweiten Teil des Buches gibt es dann eine zusammenhängende Geschichte, die sich in einem Zug abspielt. Dort im Bordrestaurant setzt sich ein Herr genau gegenüber von dem Erzähler und nach einem -verwunderlicher weise- etwas seltsamen Dialog fängt Jan-Uwe Fitz der Erzähler an über seinen Aufenthalt in einer Nervenklinik zu berichten. Eigentlich hat er sich ja in diese nur reingeschlichen und wohnt zuerst nur hinter dem Vorhang bei einer gestörten Patientin bis diese irgendwann durch einen unglücklichen Zufall…. Ach, egal. Jedenfalls erzählt er über seine Einzeltherapien, Gruppentherapien und andere Begebenheiten die ihm in der Klinik passiert sind.

Im dritten Teil schließt die Geschichte eigentlich nur noch ab und wir erfahren warum der Ich-Erzähler von der Polizei gesucht wird und warum er seine ganze Geschichte einem Auftragsmörder erzählt hat. Aber mehr sage ich jetzt auch nicht mehr. Ihr wollt das Buch ja sicher auch noch lesen.

Das Buch hat mir jedenfalls sehr viel Spaß beim lesen gemacht und man kann schon ein bisschen diese Twitter/Internet Sprache erkennen. Also nicht das das negativ wäre.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass dies das beste Buch war, das ich seit langem gelesen habe. Wobei mein letztes auch eine Deutschlektüre in der Schule war.


 

Internet Wake Up The Video Star

Seit Jahren hört man immer wieder den Song „Video Killed The Radio Star„. MTV ging genau mit diesem Song 1981 an den Start. Als ich kleiner war habe ich nach der Schule auch noch oft bei MTV oder VIVA reingeschaut. Aber schon damals war der Video Star mit seiner Musik nicht mehr der Mittelpunkt von MTV. Eher irgendwelche komischen Tuning Shows und andere schlechte Serien. Aber das interessierte mich nie. Ich wollte immer die Musikvideos anschauen.

Und so passiert es mir auch heute noch häufig, dass ich einen Song im Radio höre ihn mit dem iPhone erkennen lasse und mir danach das Video dazu auf YouTube anschaue. Ja, YouTube sperrt schon mal die Hälfte weg, aber dann hilft ja auch noch tape.tv. Ich liebe die Musikvideos. Was sich die Bands immer so alles einfallen lassen. Oder zumindest die Menschen, die das Video für sie drehen. Aber was ich eigentlich sagen wollte.

Ich habe da so ein Gefühl. Die Musikvideos werden wieder besser. Vor ein paar Jahren fand ich sie nur einfallslos. Wahrscheinlich wussten die Künstler einfach nicht wieso sie ein Musikvideo brauchten.
Aber heute schaut man gerne mal ein Video auf YouTube & Co und wenn das Video wirklich super ist teilt man es auch noch. Cool oder? Die Künstler werden so immer bekannter, wir haben eine bessere Unterhaltung und sie verkaufen mehr Musik. Also so geht es mir zumindest.

Und damit ihr wisst was ich mit richtig coolen Videos meine schaut die hier mal durch!

Das sind mal meine Lieblinge. Was schlummert bei euch noch so alles in den Bookmarks?


 

Jetzt ist Schluss mit Skifahren!

Langsam reicht es mir vom Winter. Das meine ich ernst. Ich werde meine Skier erst einmal ganz weit hinten im Keller verräumen. Mit denen will ich so schnell keinen Kontakt mehr haben. Ich kann sie echt nicht mehr sehen. Im Winter habe ich sie mir fast jedes Wochenende angeschaut. Jedes mal habe ich sie wieder in mein Gepäck geladen. Bin ich mit ihnen wieder Richtung Berge gefahren.

Letzten Donnerstag war ich das letzte mal zum Skifahren in den Bergen. Bis dahin hatte ich aber auch schon ca. 25 Tage auf meinen Skiern verbracht. 25 Skitage! Da hätte auch mehr gehen können. Und doch habe ich einiges an diesen Tagen geschafft. Zwei Skikurse habe ich gegeben, einen Skikurs genommen, ein Video gedreht und am Ende auch noch den Instructor bestanden.

Also eigentlich ganz schön viel geschafft. Der Spaß war auch immer mit dabei. Ist ja klar. Aber irgendwann reicht es dann auch mal mir. Zumindest für den Moment.

Wie ich mich kenne werde ich mich aber im Herbst schon wieder freuen. Jeden Tag werde ich die Bergfex App auf dem iPhone checken. Schauen wo Schnee liegt und irgendwann dann auch wieder aufbrechen und mich ins Pisten Getümmel stürzen.

Bis dahin bleibt aber noch der Sommer. Auf den freue ich mich schon. Ihr hoffentlich auch.


 

Meine Mails in da Cloud

Gestern habe ich es also auch endlich geschafft. Meine ganzen E-Mails gibt es jetzt online. Bei Google Mail.

Bis gestern hatte ich meine diversen Mail Konten immer mit Thunderbird verwaltet. Lokal mit POP3 heruntergeladen. Bloß nichts in der Cloud lassen. Dann hatte ich noch eine extra E-Mail Adresse für das iPhone und und und.
Irgendwie wurde mir das aber zu unpraktisch und oldschool. Irgendwann habe ich mal gehört, dass man jetzt in dieser Cloud lebt. Und das muss ich ja auch mal ausprobieren.

Jetzt habe ich mich endlich getraut. Alle meine Mails mühsam aus Thunderbird ins Onlinenirvana geschaufelt. Alles in die riesigen Google Serverfarmen gekippt.
Endlich kann ich meine Mails auf dem Computer, auf dem Laptop und auf dem iPhone lesen. Überall. Wie wunderbar das doch ist. Und ich denke mir die ganze Zeit „Warum hast du das nicht schon früher gemacht?“.

Aber jetzt freue ich mich erst mal. Auch egal, dass Google jetzt noch mehr von mir weiß.


 

Stressfrei ans Ziel – S-Bahn fahren

Mit solchen Sprüchen wie hier auf dem Bild oder in der Überschrift wirbt die S-Bahn München für ihr Angebot. Und immer wieder kann ich über diese schönen Sprüche nur lachen. Vor allem über den mit dem Stressfrei ans Ziel.

Jeder, der die S-Bahn München kennt weiß wovon ich spreche. Jede Woche das selbe. Jede Woche ist mindestens einmal irgendwas auf der Stammstrecke und im gesamten Gleisnetz los und es geht gar nichts mehr.

Das häufigste Problem ist wohl die berühmte Weichenstörung an der Hackerbrücke. Mitten auf der Stammstrecke. Das heißt für alle S-Bahn Fahrer, umsteigen auf Bus und Tram denn so schnell geht hier gar nichts mehr.
In letzter Zeit fällt auch sehr unangenehm auf, wenn die S-Bahn Fahrer mal wieder streiken und dies natürlich immer dann, wenn man gerade irgendetwas wichtiges in der Schule hat. Hiermit bedanke ich mich auch nochmal bei der GDL. Vielen Danke dafür.
Eine weitere gute und auch durch ihr seltenes aufkommen beliebte Störung ist der Fehler an einem Triebfahrzeug oder ein Notarzteinsatz wegen einem Volltrottel der den Suizid am Zug für die beste Möglichkeit hält seinem Leben ein Ende zu bereiten. Ist aber wie gesagt eher selten.
Vor ein paar Wochen gab es ein sehr seltenes Geschehen, dass dann aber doch mal den kompletten Nah-, Regional- und Fernverkehr lahm gelegt hat. Am westlichen Ende der Stammstrecke – in Pasing – ist ein Baukran in die Oberleitung gefallen. Die Folge war ein Kurzschluss. Laut Wikipedia ist der Bahnhof München-Pasing mit 85.000 Reisenden täglich der viertgrößte in ganz Bayern. Ihr könnt euch also das Chaos vorstellen.

Und bei jeder dieser Störung lassen wir unserer Wut freien lauf. Schimpfen auf den MVV. Auf diese unfähige Bande. Und jedes mal frage ich mich, ob der MVV überhaupt was dafür kann. Der Münchner Verkehrsverbund ist ja eigentlich nur die Verbindung zwischen der S-Bahn München und der MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft). Er hat also eigentlich gar nichts mit unseren Problemen zu tun. Eigentlich ist die S-Bahn München schuld.

Und deswegen rufe ich dazu auf. Schimpft auf die S-Bahn und lasst den MVV aus dem Spiel! Auch wenn die S-Bahn München keine eigene E-Mail Adresse mehr hat!


 

(c) Daniel Leicher 2008-2017